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Der Plaza Ayuntamiento, Rathausplatz, ist ein sehenswerter weitläufiger Platz, auf dem Märkte und Ferías statt finden. Neben den beiden bereits genannten Kirchen, präsentiert sich eine fast mystisch angehauchte Sehenswürdigkeit etwas außerhalb von Güimar.
Sechs rechteckige, lang gestreckte Pyramiden aus Lavagestein sind der Besuchermagnet schlechthin. 1991 begann der Abenteurer und Forscher Thor Heyerdahl mit Ausgrabungen rund um Güimar und legte sechs dieser terrassenförmig angelegten Pyramiden bloß. Angeblich sollen es ursprünglich neun gewesen sein.
Seine Ausgrabungen führten zu zahlreichen Kontroversen und hitzigen Debatten in der Öffentlichkeit, sowie unter der Inselbevölkerung.
Auf jeden Fall haben die Ratsväter ihre Chance erkannt und ein Museum, genannt Ethnografischer Park, eröffnet, welches heute zahlreiche zahlende Touristen anzieht. Dort kann der Interessierte neben den Pyramiden, Statuen, Werkzeuge und Bildern auch eine originalgetreue Nachbildung des Papyrusbootes Ra II bestaunen, mit dem Thor Heyerdal eine Atlanticüberquerung wagte.
Jeweils zur Zeit der Sonnenwende lüftet sich etwas der Schleier um die Funktion der Pyramiden. Es wird vermutet, dass sie zur Sonnenanbetung erschaffen wurden. Ein seltenes geografisches Phänomen lässt die Sonne am 21. Juni zwei Mal untergehen. Jedoch ist dieses Phänomen nur zu beobachten, wenn sich der Betrachter in einer nördlichen Linie mit den Pyramiden befindet. Zahlreiche Naturliebhaber pilgern jedes Jahr am 21. Juni in den Park um in den Genuss dieses einmaligen Schauspiels zu gelangen.
Naturliebhaber und Wanderer kommen in Güimar ebenfalls nicht zu kurz. Einer der aufregensten und interessantesten Wanderwege Teneriffas, der Laderas de Güimar, nimmt im Ort seinen Anfang. Man benötigt etwa 2 Stunden für eine Route, jedoch sollten nur schwindelfreie und abenteuerlustige Personen diese Wanderung unternehmen. Die Route führt in 900 m Höhe entlang der Wasserkanäle Teneriffas.
Wer es bedächtiger mag, besucht den Park Malpais. Der Park ist ein Lavafeld mit einem Vulkankegel mit 300 Meter Durchmesser. Ein weiteres Wunder kann man im Naturpark Montaña bewundern. Eine durch Explosion einer Gasblase entstande Höhle, die Cueva Honda zieht gleichfalls Besucher an.
Erholung und Entspannung dagegen findet man in der Finca Salamanca. Dieses ehemalige landwirtschaftliche Gut ist zu einer traumhaften Hotelanlage ausgebaut worden. Umgeben von zahlreichen Avokadoplantagen findet der Urlauber hier alles, was zu einem entspannten Urlaub gehört.